Neue Studie zeigt: Die Gehirnentwicklung bei KCNQ2-DEE braucht mehr Aufmerksamkeit
November 2025
In einer aktuellen Studie in eBioMedicine (The Lancet Family) wurde erstmals sehr detailliert untersucht, wie sich das Gehirn von Kindern mit KCNQ2-Entwicklungs- und Epilepsie-Enzephalopathie (KCNQ2-DEE) entwickelt – und welche Auswirkungen diese Veränderungen auf Entwicklung und Symptome haben.
👉 Mehr dazu unter: www.thelancet.com/journals/ebiom/article/PIIS2352-3964(25)00430-X/fulltext
Die Forschenden nutzten moderne Bildgebungsverfahren wie MRT, um zu analysieren, wie sich Struktur und Reifung des Gehirns bei betroffenen Kindern verändern. Dabei zeigte sich:
- KCNQ2-DEE betrifft nicht nur epileptische Anfälle
- Es bestehen klare Unterschiede in der Gehirnentwicklung, die mit der Schwere der Symptome zusammenhängen
- Je stärker diese Veränderungen, desto deutlicher auch die Entwicklungs- und Funktionseinschränkungen
- Die Studie verdeutlicht, wie wichtig es ist, die gesamte neuroentwicklungsbezogene Situation unserer Kinder zu betrachten – und nicht allein die Krampfanfälle
Warum ist das wichtig?
Die Ergebnisse liefern eine wichtige Grundlage für zukünftige Therapien. Forschende können nun genauer erkennen, welche Hirnbereiche besonders betroffen sind und wo potenzielle Behandlungsansätze ansetzen könnten.
Dadurch entstehen Chancen für gezieltere Therapieformen, die über die reine Anfallskontrolle hinausgehen – mit Blick auf kognitive und motorische Entwicklung unserer Kinder.
Für unsere Gemeinschaft bedeutet das:
Die Forschung nimmt immer stärker wahr, wie komplex KCNQ2-DEE ist – und wie dringend wir neue Therapieansätze brauchen.
Wir bleiben dran und setzen uns dafür ein, dass diese Erkenntnisse irgendwann in echten Behandlungsmöglichkeiten für unsere Kinder umgesetzt werden.
Euer
Team vom KCNQ2 e.V.
Disclaimer:
Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information. Er ersetzt keine medizinische Beratung oder Behandlung. Der KCNQ2 e.V. übernimmt keine Haftung für Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der Angaben.